Herbstmarkt in Weyhe – Ein Tag voller Begegnungen, Gespräche und Wald-Zukunft
9. November, Weyhe – Der Herbst zeigte sich an diesem Sonntag von seiner typisch norddeutschen Seite: grauer Himmel, feuchte Luft, Nieselregen und dieser besondere Nebel, der sich anfühlt, als würde man durch eine feuchte Suppe laufen.
Und trotzdem: Der Markt war lebendig, freundlich und gut besucht.
Für uns vom B-Native e. V. war der Herbstmarkt ein wichtiger Termin. Nicht nur, um sichtbar zu sein, sondern um Menschen zu zeigen, wofür wir stehen, was bisher entstanden ist – und vor allem, warum unser Engagement langfristig eine große Rolle spielt: Wir pflanzen Wald. Echten Wald. Mischwald, der bleiben darf. Urwald von morgen.
Warum wir auf dem Herbstmarkt waren
Unser Stand war Anlaufstelle für viele, die mehr über den Verein erfahren wollten:
Was unterscheidet unsere Pflanzflächen von klassischen Forstwäldern?
Warum setzen wir auf klimastabile Mischwälder statt Monokultur?
Was genau ist unsere Mission für die nächsten Jahrzehnte?
Und wie kann man selbst Teil davon werden – als aktives Mitglied, Fördermitglied oder einfach als jemand, der weiterträgt, dass es uns gibt?
Viele Menschen wussten bereits von unseren Pflanzaktionen, aber nicht, wieviel wir schon geschafft haben oder wie konsequent wir auf echte Waldentwicklung setzen:
Keine Nutzung. Keine Ernte. Keine Abholzung. Natur, die sich selbst gehört.
Solche Gespräche zeigen uns immer wieder, wie wertvoll persönliche Begegnungen sind. Denn unser Verein lebt genau davon: Menschen, die mitmachen, mitdenken, weiterempfehlen.
Zwischen Nieselregen und guter Laune
Der Herbstmarkt war – trotz des Wetters – erstaunlich gut besucht.
Zwischendurch gab es kurze Phasen, in denen der Nebel so dicht wurde, dass er fast als Regen herunterkam. Norddeutscher Alltag.
Aber die Besucher ließen sich davon nicht beeindrucken.
Was allerdings schade war: Es hätte deutlich mehr Werbung für den Herbstmarkt geben können. Viele erfuhren eher zufällig davon. Auch wir sind vor einigen Jahren eher zufällig darüber gestolpert – bei einer Fahrradtour im Sonnenschein.
Umso wichtiger war es für uns, vor Ort zu sein und aktiv auf Menschen zuzugehen.
Fokus: Die große Baumpflanzung am folgenden Wochenende
Ein zentraler Punkt unserer Gespräche war natürlich die große Pflanzaktion am darauffolgenden Wochenende.
Viele Besucher wollten wissen, wie sie unterstützen können, und wir haben dazu eingeladen:
Ob 30 Minuten oder drei Stunden – jede helfende Hand macht einen Unterschied.
Jeder Baum, der in die Erde kommt, ist ein Baustein für einen Wald, der Generationen überdauern kann.
Und je mehr Menschen mitmachen, desto weniger lastet die Arbeit auf wenigen Schultern.
Unser Ziel ist es, Urwälder von morgen zu schaffen – Wälder, die nicht nach 20 oder 30 Jahren wieder abgeholzt werden, sondern sich frei entwickeln dürfen.
Mischwälder, die robust, artenreich und klimastabil sind.
Wälder, die schön anzusehen sind und ökologisch wertvoll bleiben.
Was uns dieser Tag gezeigt hat
Der Herbstmarkt hat uns einmal mehr bestätigt:
Sichtbarkeit schafft Verständnis.
Verständnis schafft Begeisterung.
Und Begeisterung schafft Mitmacher.
Viele Menschen haben sich an unserem Stand lange Zeit genommen, Fragen gestellt und ihre eigenen Naturerlebnisse geteilt.
Genau diese Gespräche sind das Fundament, auf dem unser Verein wächst.
Denn B-Native lebt nicht von großen Sponsoren oder zentralen Kampagnen, sondern von Menschen, die:
Mitglied werden
mit anpacken
Baumpatenschaften übernehmen
oder einfach positiv über uns sprechen
All das ist wertvoll – und alles beginnt mit einem Gespräch wie denen auf dem Herbstmarkt.
Fazit: Ein Tag, der wirkt
Wir gehen mit einem sehr guten Gefühl aus diesem Herbstmarkt:
Mehr Menschen kennen uns.
Mehr Menschen wissen, warum wir tun, was wir tun.
Und mehr Menschen überlegen, selbst mit anzupacken.
Wenn aus einem regnerischen Samstag ein Tag voller Zukunft wird – dann hat sich jeder Tropfen gelohnt.
